Rohrleitungsanlagen in Treppenhäusern, in Räumen zwischen notwendigen Treppenhäusern und Ausgänge ins Freie sowie notwendige Fluren, dürfen hier nur angeordnet werden, wenn keine Bedenken wegen des Brandschutzes bestehen.
Abweichend von dieser Forderung können Rohrleitungsanlagen auch bei Anforderungen an den Brandschutz vorgesehen werden, wenn die Rohrleitungen mit nichtbrennbarer Mineralwolle, Baustoffklasse A, Schmelzpunkt ≥ 1000°C, Rohdichte ≥ 80 kg/m³ gedämmt werden.
Handelt es sich jedoch um Kälteleitungen, deren Betriebstemperaturen unter der Umgebungstemperatur liegen, ist Mineralwolle jedoch ungeeignet, da Mineralwolle der Wasserdampfdiffusion nur einen geringen Widerstand entgegen setzt. Durch die einsetzende Wasserdampfdiffusion zum Rohr hin, infolge des Temperaturgefälles bei Kälteleitungen, kommt es deshalb im Betrieb rasch, durch Taupunktsunterschreitung im Dämmstoff, zur Kondensatbildung am Rohr.
Durch eine innenliegende Isolierung, mit einem geschlossenzelligem Dämmstoff aus Syntesekautschuk, kann die Unter- schreitung des Taupunktes in Abhängigkeit vom Rohrdurchmesser, Medien- und Umgebungstemperatur sowie der rel. Luftfeuchte vermindert werden. Der Anwendungsbereich für diese Lösung ist deshalb – bauphysikalisch bedingt - sehr begrenzt auf den Bereich der Klimatechnik.
Eine solche Einschränkung besteht bei dem PYROMENT IK90® Typ BD - Installationskanal - von G+H Isolierung GmbH systembedingt nicht. Er bietet gegenüber der vorbeschriebenen Lösung wesentliche Vorteile.
Der tragende Werkstoff des I-Kanals besteht aus verzinktem Blech bzw. Edelstahlblech. Fachmännisch installiert übernimmt der I-Kanal hierbei die Funktion einer Dampfbremse
Die dämmschichtbildende Brandschutzbeschichtung liegt auf der Innenseite des Kanals und ist vor Kondensat und Umgebungseinflüssen wirksam geschützt.
Ein wesentlicher Vorteil des I-Kanals liegt darin, dass die tauwasserverhütende Dämmschicht zwischen dem Medienrohr und dem Kanalblech liegt. Die Dämmschicht befindet sich somit hinter dem als Dampfbremse wirkenden Kanalblech. Sie besteht aus einem geschlossenzelligen Syntesekautschuk mit einem hohen Wasserdampfdiffusionswiderstand.
Sie kann, wie bei herkömmlichen Isolierungen üblich, für die auftretende Medientemperatur und dem klimatischen Umfeld, variabel bemessen werden, ohne Taupunktsunterschreitungen im Dämmsystem beachten zu müssen.
Durch die als Dampfbremse wirkende Verblechung führen Schwankungen bei den Betriebs- und Umgebungsbedingungen, die bei der herkömmlichen Lösung zum Versagen führen können, nicht automatisch zu Feuchteschäden im PYROMENT IK90®Typ BD Installationskanal.
Wolfram Adam
G+H Isolierung GmbH
97084 Würzburg
E-Mail: Wolfram.Adam@guh-gruppe.de
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